Sportanlage Heerenschürli – Ballfang Baseball-Anlage, Zürich

Im Umfeld der Baseballanlage auf der Sportanlage Heerenschürli kam es durch fehlgeschlagene Bälle rückwärts über den Backstop, sehr häufig zu gefährlichen Situationen mit erheblichem Verletzungspotential für Zuschauer und Passanten. Zur Erhöhung der Sicherheit im Umfeld der Baseball-Anlage Heerenschürli wurde der im Jahr 2010/2011 erstellte Ballfang (Höhe min. 8m, max. 12 m) durch einen neuen Ballfang mit durchgehender Netzhöhe von 26 m ersetzt. Der neu erstellte Ballfang erhöht die Sicherheit für Passanten und Zuschauer in unmittelbarer Umgebung der Baseballanlage und der angrenzenden Fussballplätze massgebend.

Die Gesamtlänge des neuen Ballfangs beträgt ca. 105 m, bestehend aus zwei geraden Abschnitten à 37,5 Meter und einem runden Abschnitt von rund 30 m Länge. Zwei vertikale End- und fünf schräg stehende Innenpylone tragen – durch Zugseile stabilisiert –  das horizontale Haupttragseil auf rund 27 m Höhe. An diese Stahlkonstruktion ist das Netzkleid aus Polypropylen mit einer Maschenweite von 45 x 45 mm und einer Gesamtfläche von rund 2’600 m2 montiert. Das horizontale Mittelseil auf rund 3,50 m Höhe reduziert Verformungen des Netzkleides im Zuschauerbereich.

Die schlanke Seilkonstruktion, welche mehrheitlich in Zug- und Druckelemente aufgelöst ist, stellt die Wirtschaftlichkeit der Konstruktion sowie die architektonische Integration in den Gesamtkontext der Sportanlage Heerenschürli sicher.

Während den Wintermonaten findet kein Spielbetrieb statt. Durch ein saisonales Demontieren/Montieren des Netzes mit der speziell für diese Netzanlage entwickelten Automation, konnte das Tragwerk optimiert und nur für den Sommerfall – ohne zusätzliche Lasten aus Schnee und Vereisung – ausgelegt werden. Diese betriebliche Voraussetzung führt zu einem optimierten Kosten-Nutzen-Verhältnis der neuen Anlage.

Die gemäss geologisch-geotechnischem Bericht zu erwartenden Baugrundverhältnisse mit unterschiedlichen, teilweise wenig tragfähigen Schichten, erfordern eine Pfahlfundation zum Abtrag der Zuglasten. Für den vertikalen und horizontalen Lastabtrag unter der Stahlkonstruktion wurden 17 bis zu 25 Meter lange Ortbetonpfähle mit Durchmesser von 1.3, resp. 0,9m sowie 18 bis 23 m lange Mikropfähle mit Durchmesser 254 mm ausgeführt.

Die gesamte Planung erfolgt mittels little BIM.

Aufgabe: Gesamte Bauingenieurleistungen inkl. Entwurf, Gesamtleitung und Bauleitung für Fundation, Tragwerk und Automation

 

Jahr2021 – 2025ProjektstandRealisiertAuftraggeber:inGrün Stadt ZürichBauingenieur:inDr. Deuring + Oehninger AG, WinterthurLandschaftsarchitekt:inNipkow Landschaftsarchitektur BSLA SIA, ZürichElektroplaner:inMarquart Elektroplanung + Beratung AG, Winterthur

Projektteam

Bastian Leu | Mitgl. GL | Diplom-Ing. TU SIA

BASTIAN LEU
Projektleiter
E-Mail

Fabio Steiner | Projektleiter | MSc ETH Bau-Ing.

FABIO STEINER
Projektleiter Stv / Ingenieur
E-Mail

Tobias Glauser | Ingenieur | MSc ETH Bau-Ing.

TOBIAS GLAUSER
Ingenieur
E-Mail

Andreas Stadelmann | Projekt- und Bauleiter | Dipl. Techniker HF

ANDREAS STADELMANN
Bauleiter
E-Mail

Jakub Karaszewki | Ing. / Stv. verantw. Digitalisierung | MSc Bauingenieur

JAKUB KARASZEWSKI
Ingenieur BIM
E-Mail

Simon Eisenlohr | Ingenieur

SIMON EISENLOHR
Ingenieur
E-Mail

Jarik Joss | Zeichner

JARIK JOSS
Konstrukteur
E-Mail

Dr. Martin Deuring | CEO | Dr. sc. techn., dipl. Bauing. ETH SIA suisse.ing

DR. MARTIN DEURING
Zuständiges GL-Mitglied, Korreferent
E-Mail