Schulanlage Utogrund, Zürich

Ein Sprengwerk für Utogrund! Wir freuen uns riesig, dass wir gemeinsam mit bernath+widmer Architekten AG / Marco Duarte Architekten und Krebs und Herde Landschaftsarchitekten unter 42 eingereichten Beträgen den 1. Rang / 1. Preis für den Ersatzneubau der Schulanlage Utogrund, Zürich-Albisrieden erzielt haben.

Das Tragwerk des sehr kompakten Neubaus verfolgt die Grundsätze einer Hybridbauweise. Durch das sorgfältige Abwägen der Eigenschaften von Holz, Stahl und Beton, an den für sie prädestinierten Stellen eingesetzt, können die jeweiligen Vorteile optimal genutzt werden, um ein nachhaltiges, ästhetisch ansprechendes und konstruktiv solides Gebäude mit möglichst wenig Ressourcen zu schaffen.

Die Erstellung der Untergeschosse sowie die Wände der Erschliessungskerne erfolgen leistungsgerecht und robust in Ortbeton. Im Hochbau selbst ist ein sinnvoll gewählter Anteil von regionalem Holz vorgesehen. Die Decken sind dabei als vorfabrizierte Holz-Beton-Verbundkonstruktionen, welche von Beton-Hauptträgern und runden Laubholzstützen getragen werden, konzipiert. Mittels einer einfachen Tragstruktur werden die Innenräume baulich freigespielt. Dadurch sind sie flexibel und leicht an neue Raumstrukturen sowie Nutzeränderungen anpassbar. Die statischen und konstruktiven Elemente bleiben weitestmöglich sichtbar und Teil der charaktergebenden Raumoberflächen. Das Tragwerk (unter)stützt die Architektur!

Die Stützen und Decken weisen als Elementbau einen hohen Vorfabrikationsgrad auf. Das Deckensystem wird inkl. Recycling-Überbeton vollständig vorgefertigt, was ab dem 1.OG nach dem Lego-Prinzip in Trockenbauweise eine sehr rasche Bauzeit ermöglicht. Auf dem Bau werden die Elemente miteinander verbunden. Die Verbindungen werden dabei so konzipiert, dass die Elemente als Ganzes wieder zurückgebaut und nach dem Re-Use Gedanken weiterverwendet werden können.

Herzstück des Entwurfs sind die Sprengwerke über der Turnhalle. Mit einem vorgespannten Abfangträger und jeweils zwei geneigten Stützen können über diese bewährte Typologie die Lasten aus den bewusst leicht konzipierten Obergeschossen effizient auf die Turnhallenwände übertragen werden. Die Spreizkräfte werden dabei durch den Nebenbau im UG sowie aussenliegenden Betonrippen aufgenommen, welche gleichermassen eine schlanke Aussenwand ermöglichen, da Spreizkraft und Erddruck entgegengesetzt wirken.

Jahr2023ffProjektstandIn AusführungBauherrHSSP AG, ZürichArchitektARGE bernath+widmer Architekten AG / Marco Duarte Architekten, ZürichBauingenieurDr. Deuring + Oehninger AG, WinterthurLandschafts-
architekt
Krebs und Herde Landschaftsarchitekten GmbH, Winterthur

Projektteam

Bastian Leu

Bastian Leu

Projektleiter
bastian.leu@deuringoehninger.ch

Tobias Glauser

Tobias Glauser

Ingenieur
tobias.glauser@deuringoehninger.ch

Dr. Martin Deuring

Dr. Martin Deuring

Zuständiges GL-Mitglied, Korreferent
martin.deuring@deuringoehninger.ch