Unser Beitrag mit Thomas K. Keller Architekten konnte durch einen radikalen Nachhaltigkeitsansatz überzeugen. Ein maximierter Anteil des Bestandes bleibt bestehen (Tragwerk, Fassade usw.) und wird mit kleinen überlegten Massnahmen verbessert, erdbebenertüchtigt und mit einem leichten Holzbau eingeschossig aufgestockt.

Ein Grossteil der erforderlichen Grauenergie geht in das neu zu erstellende unterirdische Archiv, welches nach den Anforderungen des Kulturgüterschutzes zu bemessen ist. Um den Grauenergieanteil so gering wie möglich zu halten wurde eine auf die Gebäudetechnik abgestimmte Rippendecken mit möglichst niedrigem Flachdeckenäquivalent vorgeschlagen ohne an Kompaktheit des unterirdischen Volumens einzubussen. Für die Maximierung der Flexibilität wurde ein Skelettbau mit angepasstem Stützenraster entwickelt. Im inneren gibt es keine tragenden Wände; die Raumtrenner sind in Lehm konzipiert, was u.a. dem Raumklima hilft.

Für die tiefe Baugrube des Archivs wird durch die kompakte Geometrie und den Bodenverhältnissen eine nach innen gespriesste Baugrube mit einhäuptig betonierten Aussenwänden vorgeschlagen. Hierdurch werden die Aspekte Aushubvolumen, Wasserdruck, Wasserdichtigkeit und Auftrieb positiv beeinflusst.

Gesamtleitung / Architektur: Thomas K. Keller, St. Gallen
Landschaftsarchitektur: Kollektiv Nordost, St. Gallen
Baumanagement: Thomas K. Keller, St. Gallen
Bauingenieurwesen: Dr. Deuring + Oehninger AG, Winterthur
HLKKSE-Ingenieurwesen inkl. Fachkoordination: Calorex AG Ingenieurbüro für Energietechnik AG, Wil
Nachhaltigkeit / Bauphysik: Christian Meier Architekt HTL MAS EN-Bau, St. Gallen
Brandschutz: brandsicher AG, St. Gallen
Elektro-Ingenieurwesen: etb Elektroplanung Ingenieurbüro für Elektrotechnik, Amriswil
Fassadenplanung: Fiorio Fassadentechnik GmbH, Zuzwil
Visualisierung: indievisual AG, Zürich