
Das Tragwerk des Neubaus folgt klaren ökologischen und konstruktiven Grundsätzen:
Holzbau als Primärstruktur zur deutlichen Reduktion der CO₂-Emissionen
Minimierung von Beton und weitgehender Verzicht auf Untergeschosse
Systemtrennung von Bauteilen unterschiedlicher Lebensdauer (Tragwerk, Technik, Fassade)
Direkter Lastabtrag durch Skelettbauweise
Kreislauffähigkeit und Trennbarkeit der Materialien
– Die oberirdischen Geschosse sind als Holz-Skelettbau mit vorfabrizierten Holz-Lehmdecken konzipiert. Diese Kombination sorgt für hohe Materialeffizienz, angenehmes Raumklima und Brandschutz (REI60) durch die natürliche thermische Masse des Stampflehms. Die Spannweiten von ca. 7 m werden mit Brettschichtholzträgern (GL24h) und Dreischichtplatten realisiert, verbunden über Doppelgewindeschrauben für optimale Verbundwirkung. Das Dach ist als traditionelles Sparrendach ausgeführt und trägt Schneelasten sowie die PV-Anlage.
– Die Tragstruktur ermöglicht flexible Raumaufteilungen und einfache Umnutzung. Nichttragende Wände sind in Leichtbauweise vorgesehen. Die Aussteifung erfolgt effizient über wenige, symmetrisch angeordnete Diagonalen.
– Die erdberührten Bauteile (Fundation, Bodenplatte, UG-Wände) werden wirtschaftlich in Ortbeton erstellt, wobei das Untergeschoss auf den Bereich der Turnhalle beschränkt bleibt. So wird das Aushubvolumen und die CO₂-Belastung minimiert.
– Ganzheitlich betrachtet setzt das Projekt konsequent auf ressourcenschonenden Holzbau, kreislauffähige Materialien und eine klare Systemtrennung – ein zukunftsorientiertes Konzept für ökologische und flexible Schulbauten.
Aufgabe: Vorprojekt für Baugrube, Fundation sowie Tragwerk aus Holz und Stahlbeton
Jahr2024ProjektstandVorprojekt abgeschlossenAuftraggeber:inBezirk Küssnacht am RigiArchitekt:inbaubüro in situ, ZürichBauingenieur:inDr. Deuring + Oehninger AG, WinterthurBilderDr. Deuring + Oehninger AG, Winterthur