Brücke Wattbach – Studienauftrag Velohauptverbindung Teufen, St. Gallen
Unser Beitrag für die Brücke Wattbach gemeinsam mit «lustig architekten eth, St. Gallen» und «Kollektiv Nordost, St. Gallen» steht für klassische Ingenieurbaukunst, welche modern und modular interpretiert wird und sich sensibel in Natur und Landschaft einbettet.
Eingriffe innerhalb des Landschaftsschutzgebietes, speziell dem Sonderwald-Reservat, werden bewusst vermieden. Nachhaltigkeit schreiben wir gross: CO2 intensive geschweisste Konstruktionen werden vermieden. Unser Entwurf setzt auf materialoptimiertes bauen mit und für Re-Use und generiert ein hohes Sicherheitsgefühl für die Velofahrer.
Darüber zeichnet sich der Entwurf durch folgende Eigenschaften und Leitprinzipien aus:
- nachhaltig – Die Konstruktion minimiert Materialverbrauch und Emissionen, setzt auf Wiederverwendung, langlebige Materialien und hochwertigen Korrosionsschutz durch Feuerverzinkung.
- modular – Sämtliche Bauteile sind geschraubt, repetitiv und trocken montiert, was Montage und Rückbau vereinfacht.
- wiederverwendbar – „Design for Disassembly“: Alle Verbindungen sind geschraubt, die Profile können wiederverwendet werden, der Einsatz von Re-Use-Material ist bereits für die Erstellung möglich.
- trocken belegt – Der Belag besteht aus grossformatigen, trocken verschraubten CPC-Platten (carbon prestressed concrete), die besonders dünn, leicht, langlebig, rutschfest, trocken verbaut und wiederverwendbar sind.
- minimalinvasiv – Der Brückenschlag erfolgt nahezu rodungsfrei entlang einer bestehenden Baumschneise, Eingriffe in Natur und Boden werden minimiert.
- sicher – Gute Sichtbeziehungen, bogenförmige Seilnetze und sensorgesteuerte Beleuchtung von oben erhöhen das Sicherheitsgefühl und schützen Flora und Fauna.
- komfortabel – Die Brücke bietet mit einer konstanten Steigung von 6 % und direkter Linienführung hohen Fahrkomfort für Velofahrende.
- gestalterisch hochwertig – Filigrane Konstruktion, sorgfältig gestaltete Details, farblich akzentuierte Bauteile und Portale schaffen Aufenthaltsqualität und fügen sich harmonisch in die Umgebung ein.
- funktional – Die Konstruktion als Zweifeldträger gewährleistet eine materialeffiziente und sichere Verbindung.
- schonend – Eingriffe in Naturräume und Boden werden auf das Nötigste reduziert, Naturschutzzonen bleiben unangetastet.
- konzentriert – Bauliche Eingriffe beschränken sich auf zwei Widerlager und eine Mittelstütze, temporäre Maßnahmen sind kaum nötig.
- einfach – Gerade, krümmungsfreie Geometrie und ein geschraubtes Fachwerk sorgen für eine robuste und nachvollziehbare Konstruktion.
- suffizient – Materialeinsatz und Emissionen werden auf das erforderliche Minimum reduziert, was auch die Bau- und Unterhaltskosten senkt.
- materialsparend – Standardisierte Walzprofile und weitgehender Verzicht auf Schweissnähte sparen Stahl und CO₂
- erweiterbar – Die Konstruktion erlaubt spätere Ergänzungen wie Dach oder Suizidschutz ohne grossen Aufwand.
- wirtschaftlich – Optimierter Materialverbrauch, geringes Gewicht und einfache Montage führen zu einer ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Lösung.
- baubar – Die Brücke wird in Segmenten vormontiert, der Bauablauf ist effizient und benötigt wenig zusätzliches Material.
Wir danken den Auftraggebenden, dass wir uns an diesem Studienauftrag beteiligen durften und wünschen dem Siegerteam viel Freude und Erfolg bei der Realisierung.
Auftraggeber:in: Kanton Appenzell Ausserrhoden, Tiefbauamt
Architekt:in: lustig Architekten eth GbbH, St. Gallen
Landschaftsarchitekt:in: Kollektiv Nordost GmbH, St. Gallen
Bauingenieur:in: Dr. Deuring + Oehninger AG, Winterthur
















